GOJU RYU
OSTERMUNDIGEN

Der Karatestil Goju Ryu

- Alles im Universum atmet hart und weich -

Goju Ryu (harter und weicher Stil) ist einer der vier grossen Karate-Stilrichtungen. Karate, zu Deutsch "leere Hand" bzw. "ohne Waffen in den Händen", ist eine Kampfkunst, deren Ursprung in der japanischen Präfektur Okinawa liegt. Dort entstand Karate aus einheimischen okinawanischen Traditionen, die mit chinesischen und japanischen Einflüssen verschmolzen.

 

Begründer des Goju Ryu ist Chojun Miyagi (1888 - 1953). Er begann schon früh mit dem Training des Karate, bereiste danach China, um Shaolin- und Pakua-Form des chinesischen Boxens zu erlernen, und entwickelte aus den harten, geradlinigen Formen des Shaolin und den weichen, kreisförmigen Formen des Pakua das System von Goju Ryu. Miyagi bezog sich bei der Auswahl des Stilnamens auf das lange Zeit geheim gehaltene Bubishi, in dem eine der „Acht Regeln des Faustkampfes“ da lautet: „Alles im Universum atmet hart und weich".

 

Goju Ryu zeichnet sich durch "harte" Tritt- und Schlagtechniken sowie auch durch "weiche" Techniken wie Würfe, Haltegriffe und Arm- und Beinhebel aus. Zudem wird der Koordination der Atmung mit den Bewegungen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Beim traditionellen Goju Ryu Karate werden Verteidigungs-, Angriffs- und Meidbewegungen mit allen Teilen des Körpers verbunden und mit Fuss- und Körperbewegungen (Tai Sabaki) in defensiven und offensiven Manövern im unbewaffneten Kampf eingesetzt. Charakteristisch sind die effektiven Nahkampftechniken. Goju Ryu lehrt jedoch, wie übrigens jede Stilrichtung, den Kampf auf allen Distanzen bzw. über die gesamte „Ma-ai“.

 

Karate besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen:

 

  • Kihon ("Grundlage" oder "Quelle", "Ursprung"): Die Grundschule des Karate. Sie umfasst die grundlegenden Techniken, die das Fundament des Karate bilden. Die einzelnen Techniken werden immer wiederholt, entweder langsam oder schnell, kraftvoll oder leicht/locker.
  • Kata ("Form" oder "Schablone"): Eine Kata ist ein stilisierter und choreographierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, der einem festgelegten Muster im Raum folgt.
  • Kumite ("verbundene Hände"): Das Üben bzw. den Kampf mit einem oder mehreren Gegnern. Kumite stellt eine Form dar, das es dem Trainierenden nach ausreichender Übung ermöglicht, sich in ernsten Situationen angemessen verteidigen zu können. Voraussetzung ist das richtige Verstehen und Einüben elementarer Grundtechniken aus dem Kihon und der Kata.

 

„Oberstes Ziel in der Kunst des Karate ist nicht Sieg noch Niederlage – der wahre Karatekämpfer erstrebt die Vervollkommnung des Charakters.“ Dies zeigt, dass Karate mehr als nur ein Sport oder das Üben von Techniken ist. Karate lässt sich als eine Lebensschule und als eine Lebenshilfe verstehen. Durch das Training pflegt man den guten Umgang mit anderen Menschen und lernt dabei Willensstärke, Mut, Disziplin, Selbstkritik, Toleranz, Ausdauer, Bescheidenheit und Rücksichtnahme.

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